Ausbildungsrichtung Gestaltung

Die Gestaltung ist die Ausbildungsrichtung für kreativ begabte junge Leute.

Ihr späteres Studienziel an der Fachhochschule ist z.B. Designer/in.

Der Unterricht im Fach Darstellung erstreckt sich im Wesentlichen auf die Bereiche:

  • Zeichnen,
  • Grafik,
  • Schrift,
  • Malen,
  • Farben und
  • plastische Objekte.

In diesen Bereichen werden unterschiedliche manuelle Darstellungstechniken erlernt und erweitert.

In der Gestaltungslehre eigenen sich die Schüler bildnerische Grundbegriffe und Kenntnisse aus den Bereichen Form und Farben an.

Die Kunstbertrachtung vermittelt einen allgemeinen Überblick über die historische Entwicklung der Kunst.

In der Technologie und Informatik geht es um

  • die Einteilung von Werkstoffen,
  • die Grundlagen der Statik,
  • konstruktive Gestaltung von Werkstoffen,
  • die Analyse und Synthese von energetischen Systemen,
  • Merkmale und Funktionen der Informationsverarbeitung,
  • Licht und Farbenlehre,
  • etc.

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Kunst ist kein Gesellschaftsspiel

Die großartigen, jede menschliche Vorstellungskraft überschreitenden Erfolge der Naturwissenschaften und der Technik in den letzten zweihundert Jahren haben von Genaration zu Genaration in steigendem Maße zu dem Trugschluß verführt, dass Denken und Urteilen ausschließlich auf logisch rationalem Weg möglich sei. Die greifbaren, nachmeßbaren Erfolge dieser Denkungsart haben uns vergessen lassen, dass fast alle unsere Urteile aus anschaulichen und logischen Denkvorgängem zusammengesetzt sind, dass beinahe jedem rationalen Urteil ein anschauliches Urteil vorausgeht. Wir wissen nicht mehr, dass ein großer Teil unserer Urteile, aufgrund derer wir unser Verhalten im täglichen Leben einrichten, rein anschaulicher Natur ist.

So kann es sich nicht um Kunst als ein Gesellschaftsspiel für den Feierabend und das Wochenende und nicht um den Kunstunterricht als musischen Ausgleich zu zu den streßerzeugenden naturwissenschaftlichen Fächern handeln, sondern es geht um die Basis unserer Erkenntnisfähigkeit, um den Erhalt unseres Urteilsvermögens, welches auf unserer Wahrnehmung beruht.

Anschauliche kreative Erfindungen lassen sich nicht durch rationale Überlegungen ersetzen.

Robert Siebenhaar

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