Fachprofil

Die Sozialkunde in der Fachoberschule dient der politischen Bildung. In Erweiterung und Vertiefung des Sozialkundeunterrichts an den vorausgegangenen Schulen soll sie die Schülerinnen und Schüler zum Verstehen der Politik führen, um sie zu befähigen, politische Sachverhalte möglichst rational zu beurteilen.

Der Sozialkundeunterricht strebt deshalb auch instrumentelle Fähigkeiten an: Beschaffung von Informationen und Beschreibung von Informationsdefiziten und Ungewissheiten, Auswerten von Statistiken und Bildmaterial, Unterscheiden von Ist- oder Soll-Aussagen, Beschreibungen, Erklärungen, Deutungen oder Wertungen.

Die Schülerinnen und Schüler sollen Urteile auf Widersprüche, zugrunde liegende  Wertvorstellungen und Interessen überprüfen können sowie individuelle und soziale Bestimmungs- und Einflussfaktoren der politischen Urteilsbildung erfassen.

Vor allem sollen sie die Mehrwertigkeit und Mehrdeutigkeit politischer Erscheinungen und Vorgänge erkennen sowie die strukturellen, prozesshaften und historischen Zusammenhänge unterscheiden. Sie sollen lernen, politische Entscheidungsprozesse nachzuvollziehen und die Wirkungen von Entscheidungsinhalten und Entscheidungsverfahren auf die beteiligten und betroffenen Menschen zu beurteilen.

Der Sozialkundeunterricht trägt dazu bei, die Bildungsziele der jeweiligen Schulart zu erreichen. Die Fülle der politischen Informationen, die auf den Bürger einströmt, verlangt gerade vom Sozialkundeunterricht, dass Wege aufgezeigt werden, diese Informationen einzuordnen und sie zu bewerten.

Ein zeitnaher und lebendiger Unterricht bedient sich konkreter, der Wirklichkeit entnommener und dem Verständnis des Schülers zugänglicher Beispiele. Auf aktuelle politische Anlässe und Ereignisse von politischer Bedeutung ist deshalb auch außerhalb der ausgewiesenen Lerninhalte, jedoch unter Beachtung der allgemeinen Ziele der politischen Bildung einzugehen.

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